Enrichment-Gruppe beim Max-Planck-Institut für Neurobiologie

Am 29. November 2019 besuchte die Enrichment-Gruppe das  Max-Planck-Institut für Neurobiologie auf dem Life Science Campus Martinsried. Wir wurden von Frau Dr. Peters im Schüler- und Besucherlabor „MaxLab“ begrüßt, die uns zuerst einige Grundlagen für unsere eigenen Experimente vermittelte, darunter zum Beispiel die Funktionsweise des Gehirns. Anschließend erläuterte sie, welche Schritte bei einem Versuch durchlaufen werden müssen. Dadurch bekamen wir einen Eindruck davon, wie viel vor, währenddessen und nach einem Experiment beachtet werden muss, damit es den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit genügt.

Am Max-Planck-Institut für Neurobiologie wird Grundlagenforschung betrieben, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Da hierzu meist sehr komplexe Fragestellungen zu beantworten sind, wird oft mit Modellorganismen, wie zum Beispiel Fruchtfliegen, gearbeitet, an denen man Prozesse leichter erkennen und verstehen kann.

Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte des Max-Planck-Instituts konnten wir bereits mit der Durchführung unserer eigenen Experimente starten. Beim ersten Versuch haben wir viermal mit zeitlichem Abstand versucht, einen Stern, den wir nur im Spiegel sehen konnten, nachzuzeichnen. Anhand der Anzahl der Fehler konnten wir dann unsere Lernfähigkeit beurteilen. Auch wenn die Größenordnung der Fehler teilweise sehr unterschiedlich war, ließ sich doch bei allen eine Verbesserung erkennen.

Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt, in denen wir mithilfe von Elektroden Aktionspotentiale bei einem Regenwurm oder einen menschlichen Reflex messen konnten. Die Ergebnisse haben wir mit einem Computerprogramm aufgezeichnet und anschließend die Stärke und Leitgeschwindigkeit der Signale bestimmt.

Mit dem letzten Versuch wollten wir herausfinden, wie Fruchtfliegen auf CO2 reagieren. Dazu haben wir sie in eine spezielle Apparatur gefüllt, an der zwei Röhrchen, eines mit Luft und das andere mit CO2 gefüllt, angeschlossen waren. Nach 30 Sekunden wurden die Röhrchen entfernt und für eine gewisse Zeit im Gefrierfach gelagert, um anschließend die Fliegen zählen zu können. Hierbei konnte man deutlich sehen, dass ein Großteil der Fliegen das CO2 gemieden hatte und sich in dem mit Luft gefüllten Röhrchen befand. Allerdings gab es auch ein paar Werte, die deutlich abwichen, wobei es wichtig ist, dass man versucht, diese zu erklären und sie nicht einfach aus dem Ergebnis streicht, weil sie einem falsch erscheinen. Insgesamt konnten wir an diesem Tag einen sehr guten Eindruck davon gewinnen, wie Forschung in der Realität aussieht.

Sonja Ziegler (10c)

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