Besuch der limnologischen Forschungsstation Seeon

Am Montag, den 29. April 2019 sind Schüler verschiedener 10. Jahrgangsstufe zu Besuch bei der Limnologischen Forschungsstation in Seeon. Mit Begleitung von Frau Hammer und Frau Zehnter beginnt der Tagesausflug mit einer Busfahrt. Nach der Ankunft im Institut, erhalten die Schüler einen spannenden Eindruck in die wissenschaftliche Forschung durch Frau Dr. Maria Stockenreiter. Aktuelle Projekte sind derzeit die Erforschung von Veränderungen bzw. Verlusten einzelner Arten in Nahrungsnetzen sowie deren Auswirkungen auf Populationen und Umwelt.

Die Limnologische Station Seeon ist Teil der Aquatischen Ökologie unter der Leitung von Prof. Herwig Stibor. Sie befindet sich 80 km südöstlich von München in Mitten einer großen Seenplatte. Rund 60 Seen, welche nach der letzten Eiszeit entstanden sind und sich in Größe, Tiefe, Nährstoffgehalt und Biodiversität unterscheiden, sind in kurzer Fahrdistanz zu erreichen.

Der Klostersee ist einer von diesen und ist zu Fuß 5 Minuten entfernt. Hier entnehmen die Schüler mit Hilfe spezieller Instrumente einige Wasserproben, welche sie später in der Station unter dem Mikroskop genauer untersuchen können. Das Regen leider diesen Ausflug durchgehend begleitete, war kein Problem. Denn viele Seen dieser Region sind Teil eines Naturschutzgebiets, was längere Aufenthalt auf dem Steg sowieso nicht erlaubt. Wie bereits erwähnt, konnten die Schüler ihre entnommenen Proben näher betrachten. Was beim bloßen Betrachten mit dem Auge noch wie kleine weiße Flecken im Wasser aussah, entpuppte sich unter dem Mikroskop als eigene Welt. Die zu Beginn erhaltenen Informationen über die Nahrungskette in Süßwasser-Gewässern, angefangen mit Phyto- und Zooplankton konnte jetzt praktisch analysiert werden. Jene Tierchen (ca. 1 mm groß) waren die zuvor kleinen Punkte, die man nun mithilfe des Mikroskops besser erkennen konnte. Am häufigsten Anzutreffen waren Ruderfußkrebse wie z.B. der Hüpferling, Daphnien, Kiesel-, Grün-, Gold- und Blaualgen. 

Abschließend lässt sich sagen, dass der Ausflug nach Seeon für biologisch ambitionierte Schüler/innen eine tolle Möglichkeit war, einen interessanten und vielfältigen Einblick in die Forschungsarbeit zu erhalten. Denn neben der praktischen Analyse eigener Wasserproben, duften wir beispielweise Doktoranten/-innen auch bei ihrer Forschung im Labor über die Schulter schauen. Mit vielen neuen Erkenntnissen und einer kleinen „Einstiegsforschung“ kehrten wir an das EMG zurück.

Vielen Dank für dieses einmalige und spannende Erlebnis an das Forschungsteam in Seeon und an unsere Lehrerin Frau Hammer, die diese Exkursion organisiert und ermöglicht hat.

Johannes S., 10 E

Lisa G., 10 C

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